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Projekte und Institute
 

Medizinisch-technischer Assistent für Laboratoriumsmedizin (m/w)

1. Gesetzliche Grundlagen und Ausbildungsstruktur

Die Ausbildung erfolgt auf der Grundlage des MTA-Gesetzes vom 2. August 1993 und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vom 25. April 1994 (MTA-APrV).
Sie findet an staatlich anerkannten Lehranstalten statt und dauert 3 Jahre. Mindestzugangsvoraussetzung ist ein mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) oder ein gleichwertiger Abschluss. Die Ausbildung umfasst schulischen Unterricht in Theorie und Praxis und eine praktische Ausbildung in medizinischen Fachlabors außerhalb der Schule, die in in den Labors von Krankenhäusern oder anderen geeigneten, medizinischen Einrichtungen stattfindet. Im 2. Semester wird das 6-wöchige Krankenpflegepraktikum absolviert. Es dient dazu, die Organisation eines Krankenhauses und die Grundzüge der Krankenpflege kennenzulernen. Im 4. und 5. Semester soll das externe Praktikum einen unmittelbaren Eindruck von der Berufswirklichkeit vermitteln.

Kernfächer in Theorie und Praxis sind:

  • Klinische Chemie
  • Hämatologie
  • Mikrobiologie und Immunologie
  • Histologie und Zytologie
  • Molekulare Medizin und Gentechnik
MTA- Ausbildungs und Prüfungsverordnung

2. Zusatzqualifikation Molekularbiologie, molekulare Medizin und Gentechnik

Die MTA-Schüler erhalten am Rheinischen Bildungszentrum zusätzlich zu den üblichen Ausbildungsinhalten theoretischen und praktischen Unterricht in Molekularbiologie, Molekularer Medizin und Gentechnik, denn molekularbiologische Methoden finden in vielen Bereichen der Medizin Anwendung. Sie eröffnen neuartige Möglichkeiten in der Labormedizin wie z.B. eine schnelle und zweifelsfreie Identifizierung von Krankheitserregern sowie eine zuverlässige und frühzeitige Diagnose von Erbkrankheiten. Diese Zusatzausbildung qualifiziert die MTAs auch in interdisziplinären biomedizinischen Forschungseinrichtungen zu arbeiten.
Am Ende einer erfolgreichen Ausbildung halten die MTAs neben ihrem Zeugnis und ihrer Berufserlaubnis auch noch ein Zertifikat über die Zusatzqualifikation Molekularbiologie und Gentechnik in der Hand.

Themen im Fach Molekularbiologie und Gentechnik
Zellbiologie:
Zellkulturtechniken, Zellstoffwechsel
Vererbung :
klassische Vererbung, Mendel-Gesetze, molekulare Genetik
Molekularbiologie und Gentechnik:
DNA-RNA-Proteine, Analysemethoden,
Replikation, Transkription, Translation,
Mutation, Rekombination, Kartierung,
Genisolierung, Klonierung, Mutagenese,
chemische DNA-Synthese, Next-Generation-Sequencing (NGS),
Transfertechniken von genetischem Material,
komplexe Vererbungsmuster.

Molekularbiologische Methoden in der medizinischen Diagnostik:
Hybridisierung, PCR, ELISA
Darüber hinaus können die erlernten molekularbiologischen Methoden im Rahmen des externen Praktikums in einem Labor außerhalb der Schule verfeinert und intensiviert werden.