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Was will ich werden?

Was will ich werden? In wenigen Schritten zum gelungenen Berufseinstieg
Von Ralf Münstermann,
Geschäftsführer RBZ Rheinisches Bildungszentrum Köln gGmbH

Wer gerade dabei ist, seinen Schulabschluss zu machen, steht vor großen Entscheidungen: Möchten Sie ins Ausland? Überlegen Sie, ob eine Ausbildung oder ein Studium das Richtige für Sie ist? Oder fragen Sie sich, welcher Beruf zu Ihnen passt?
Wie schafft man einen Berufseinstieg, an dem man lange Freude hat? Ich empfehle folgende Schritte, um zu guten Entscheidungen zu kommen:

Schritt 1: Was macht Sie aus?
Was interessiert Sie? Was können Sie besonders gut? Was fällt Ihnen leicht und macht Ihnen Freude? Bei welchen Tätigkeiten vergessen Sie die Zeit? Was motiviert Sie? Das sind zentrale Fragen. Wenn die Arbeit nicht zur Quälerei werden soll, ist der erste Schritt, dass Sie aufschreiben, was Sie alles interessiert. Möchten Sie etwas mit Lebensmitteln machen, mit Sprachen oder Menschen? Etwas Naturwissenschaftliches?
Ihre Interessen sind Ihr Kompass, die Sie durch Ihr Leben führen. Sie können sich im Laufe des Lebens verändern, schließlich entwickeln wir uns weiter. Aber wenn Sie sich an ihnen orientieren, werden Sie Ihre Arbeit vermutlich gerne machen und auch Hindernisse, die es in jedem Job gibt, erfolgreich meistern.

Schritt 2: Recherchieren Sie mal!
Sie wissen nun, was Sie interessiert und jetzt geht es darum herauszufinden, welche Berufe es gibt, die Ihren Interessen entsprechen. Sie finden im Internet viele Anhaltspunkte und können sich z.B. bei www.berufenet.arbeitsagentur.de oder www.youtube.com Videos über Ausbildungen und Berufe anschauen oder ganze Vorlesungen von Universitäten abrufen. Gerade Videos sind sehr gut geeignet, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und Einblicke zu bekommen, zu denen man sonst keinen Zugang hätte.

Schritt 3: Ins Gespräch kommen
Die beste Möglichkeit, Ihren Traumjob zu finden, besteht darin, mit Menschen zu sprechen, die in diesem Job arbeiten. Wie haben Sie ihr Ziel erreicht? Welche Vor- und Nachteile hat Ihre Berufswahl? Welche Fähigkeiten braucht man für Ihren Traumjob?
Durch Gespräche können Sie viel Lernen und von Erfahrungen anderer Menschen profitieren. Haben Sie Hemmungen, andere anzusprechen und Fragen zu stellen? Meine Erfahrung ist, dass die meisten Menschen wohlwollend und hilfsbereit sind. Sie reden gerne über ihre Arbeit und haben Freude daran, ihr Wissen zu teilen. Und sollten Sie mal das Pech haben, an jemanden zu geraten, der keine Zeit hat, fragen Sie einfach die nächste Person. Wenn Sie dran bleiben, werden Sie Antworten bekommen.
Nutzen Sie jede Gelegenheit, Gespräche zu führen. Fragen Sie Ihre Mitschüler, was ihre Eltern beruflich machen oder Ihre Lehrer, ob sie jemanden kennen, der in dem Bereich arbeitet, in den Sie tätig werden möchten. Soziale Netzwerke bieten ebenfalls unzählige Möglichkeiten, ins Gespräch zu kommen. Sie können Ihre Fragen zur Berufswahl bei Facebook.com posten oder bei Xing.com gezielt nach Personen suchen, die genau das machen, was Sie vorhaben.
Wichtig: Wenn Sie Gespräche führen, erzählen Sie, dass Sie einen Ausbildungsplatz, Praktika o.ä. suchen. Die Chancen stehen sehr gut, dass Sie wertvolle Tipps bekommen. Unabhängig davon, ob Ihre Schule oder Universität Praktika vorsieht oder nicht, empfehle ich jedem Schüler ab der 8. Klasse mehrere Praktika zu machen und alles auszuprobieren, was Sie interessiert. Machen Sie solange Praktika, bis Sie für sich das Richtige gefunden haben. So knüpfen Sie gleichzeitig wertvolle Kontakte. Das ist meiner Erfahrung nach der kürzeste Weg zum beruflichen Erfolg: Wer fragt, gewinnt!

Schritt 4: Fangen Sie früh an zu arbeiten
Sie haben viel gelesen und gehört. Aber wie schmeckt die Suppe? Das werden Sie erfahren, wenn Sie den Job machen. Hier ein Beispiel: Sie haben sich für das Lehramtsstudium entschieden und haben genug Geld? Praktische Erfahrung in Ihrem Traumjob sollten Sie trotzdem so früh wie möglich sammeln. Sie verlieren mehrere Jahre, falls Sie nach dem Studium merken, dass Lehrer doch kein geeigneter Beruf für Sie ist.

Schritt 5: Legendenbildung vermeiden
Wenn wir noch keine Berufserfahrung haben, haben wir keine Vorstellung von einem Beruf. Ändern Sie das und vermeiden Sie, dass Sie sich aus Unwissenheit ein falsches Bild von Ihrem Traumjob machen, das nichts mit der Realität zu tun hat. So können Sie sich Enttäuschungen ersparen und in Vorstellungsgesprächen punkten. Nur wenn Sie gut informiert sind, nimmt man Ihnen ab, dass Sie wirklich an der Tätigkeit interessiert sind.
Bei der Ausbildung zum Veterinärmedizinisch-technischem Assistenten/in (VMTA) macht man z.B. nicht etwas mit Tieren, sondern Laborarbeit: Es stehen u.a. Lebens- und Futtermitteluntersuchungen sowie Genanalysen im Mittelpunkt der späteren Berufstätigkeit.
Es gibt viele Methoden, seine Berufung zu finden. Ich empfehle diesen Weg, weil es meiner Erfahrung nach gut ist, schnell von der Theorie in die Praxis zu gehen und wir uns dadurch in die Lage versetzen, Entscheidungen zu treffen, die uns entsprechen.
Mit etwas Mühe finden Sie Ihren Weg – es lohnt sich!
Bei Fragen zur Berufswahl stehen mein Team und ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Sprechen Sie uns an!